Dog-Relation

Über uns

Angie

Geboren am 29. November 2012 im Aargauer Jura zusammen mit zwei Geschwistern. Ihre Mutter war Malinois, ihr Vater Australian Shepherd. Die 3 Babies waren sogenannte "Unfälle", weil nicht geplant, schon gar nicht mit diesem Vater als Feriengast. Aber bekanntlich sind Mischlinge meistens unproblematischer, für uns jedenfalls ist das absolut unwichtig.
Angie kam mit 8 Wochen zu mir und musste erst einmal französisch lernen, da wir in der Westschweiz lebten. Wir haben sogleich mit Umweltprägung jeglicher Art begonnen, wie Spaziergänge auf allen möglichen Untergründen in der Natur, sowie in kleinen und grossen Städten. Auto, Zug, Tram, Bus, Schiff und Boot, Stand- und Luftseilbahn, Gondel- und Sesselbahn, Lift, Drehtüren, Rolltreppen, Hängebrücken, Karussell und Riesenrad usw. also alles was im Alltag vorkommt, dazu gehören auch sämtliche Wettersituationen bei Tag und Nacht, Sommer und Winter, Geräusche jeglicher Art wie "Chilbi", Schiessstände, Feuerwerk, laute Musik, Menschenmengen, usw.
So hat Angie gelernt, sich in allen Umweltsituationen zurecht zu finden und es gibt heute kaum etwas, was sie verunsichert.
Gleichzeitig haben wir zusammen mehrere Ausbildungen als Lernprozessbegleiter für Soziales Lernen und die Erziehung des Familienhundes absolviert und bald darauf begonnen mit Kunden-Mensch-Hunde-Teams zu arbeiten.
Angie ist eine tolle Hündin, gut sozialisiert auf Menschen, andere Hunde, andere Tiere (sie ist zusammen mit 8 Katzen aufgewachsen) und die Umwelt. Heute arbeitet sie mit mir zusammen, als mein Partner, Mannequin und Modell, wo sie auf dem alltäglichen "Laufsteg" vor Kunden Demonstrationen und Vorführungen macht, um Abläufe und Kommandos anschaulich und live vorzuzeigen. Sie ist auch eine gute Hilfe für Kundenhunde, welche so in schwierigen Situationen kopieren und einfacher lernen, somit dadurch mehr Vertrauen gewinnen.

René

In Zürich geboren am 1. September 1953 und dort aufgewachsen, absolvierte ich die obligatorischen Schuljahre, machte anschliessend eine abgeschlossene Berufslehre als Planungszeichner, zusätzlich Kurse in Fotografie und arbeitete anschliessend einige Jahre als Zeichner und Fotograf. Allerdings war ich damit nicht so richtig glücklich, auch mit dem Stadtleben kam ich nie so richtig klar. Deshalb suchte ich nach einer Beschäftigung, wo ich mein Herz und inneres Feuer einsetzen konnte. Über viele Umwege und Schwierigkeiten, schaffte ich es, meinen Traumjob als Helikopterpilot zu verwirklichen, obwohl die ganze Welt mir keine Chance versprach.
Als ganz junger Pilot begann meine Karriere bei Air Zermatt, zu der Zeit des Bau's der Klein Matterhorn-Bahn. Das war sehr anspruchsvoll mit meinen wenigen Flugstunden, gleich in den höchsten Schweizer Bergen in die schwierigsten und anspruchsvollsten Situationen einzusteigen. Aber ich hatte das grosse Glück, mit drei der weltweit besten Helikopterpiloten zusammen arbeiten zu dürfen. Obwohl es auch gefährlich war, habe ich unheimlich viel gelernt, war überglücklich, mit dem was ich war, hatte und tat. Meine Welt war ein Traum im Paradies und ich konnte kaum verstehen, dass ich dafür noch Geld verdiente. Es waren vor allem diese ersten spannenden Jahre, welche auch die faszinierendsten waren. Selbstverständlich kamen dann auch später Ernüchterungen und der normale Alltag der mich wieder eingeholt hatte und ich erkannte, dass dies auch viele negative Seite mit sich brachte. Nicht nur die Gefahren, vor allen aber auch, dass man kein Privatleben hatte, da dies wirklich ein 300%-Job war, bei dem man Tag und Nacht, Montag-Sonntag, das ganze Jahr über immer nur quasi in der Luft, oder zumindest auf dem Heliport war. Arbeitsfliegerei jeglicher Art, Sprühflüge, Versorgungsflüge, Montagen, Logging und nicht zu vergessen die Rettungen, bei Tag und Nacht. Dazu kamen unvorbereitet Waldbrände, Lawineneinsätze, Luftbrücken, Katastropheneinsätze usw. Einerseits war es sehr, sehr interessant und abwechslungsreich, andererseits aber auch sehr streng, Energie zehrend, körperlich herausfordernd, wenn man nur an die vielen Denivelationen denkt und abnützend. Ich habe auch beinahe überall in der Schweiz gearbeitet, bei den meisten Helikopterunternehmen und kenne mein Land wie meine Hosentasche.

Später hatte ich dann noch die Gelegenheit, wegen meiner grossen Erfahrung im Hochgebirge und der Arbeitsfliegerei, in Canada zu arbeiten, im Yukon Territory. Das war eine grosse, zusätzliche Erfahrung, wo ich nicht nur Neues dazulernte wie Bushoperation, anspruchsvolle Navigation, gigantische Wald- und Bushbrände, extreme Wettersituationen usw. sondern auch reiche, neue Lebenserfahrungen, wie Wildnis, Einsamkeit, Hilflosigkeit gegenüber der Natur und Erfahrungen wie klein und unbedeutend der Mensch doch eigentlich ist.
Hier habe ich dann auch eine Erfahrung gemacht, welche mein Leben entscheidend verändern würden. Ich durfte die Bekanntschaft mit einem Wildtier machen, einem Baby, vielleicht 2-3 Monate alt. Der Kanadische Veterinär meinte, es sei eine Mischung aus Wolf und Koyote. Obwohl ich damals keinerlei Erfahrungen mit Hunden hatte, ich war eher der Katzenmensch, war ich fasziniert über dieses Wesen, welches mich dann schlussendlich auch adoptiert hatte, weil es nämlich keine Mutter mehr hatte. Aber das erfuhr ich erst viel später. Jedenfalls wurden wir ein Paar, "Wolfie" hab ich sie genannt. Ein sensationelles Tier, von dem ich extrem viel gelernt habe. Sie war noch 11 Jahre bei mir, nach Canada in den USA und später auch hier in der Schweiz, bis zu ihrem Tod. Sie war die Liebe meines Lebens.

Wolfie

Als wir dann zurück in der Schweiz waren, arbeitete ich noch einige Jahre als Helikopterpilot, insgesamt 30 Jahre, Wolfie war immer und überall mit dabei.
Schlussendlich, aus gesundheitlichen Gründen verlor ich meine Pilotenlizenz, dafür aber bin ich immer noch am Leben, musste mich aber neu orientieren. Von der IV bekam ich eine Umschulung bezahlt. Ich wollte wieder etwas tun, was mir Freude bereitet und wo ich wieder mein inneres Feuer einsetzen kann. Deshalb hab ich mich, nach meinen tollen Erfahrungen mit Wolfie, dazu entschieden, den Menschen behilflich zu sein, in der Erziehung ihrer Lieblinge.
Allerdings ist es mir nun extrem wichtig, nur mit gut motivierten Kunden arbeiten zu können. Menschen welche Herz und die notwendige Energie mitbringen und bereit sind, Verantwortung für ihren Hund zu übernehmen und ihm eine gute Erziehung zu geben. Denn dadurch ermöglichen sie ihm das grösste Geschenk, nämlich die grosse Freiheit, möglichst ohne Leine überall mit dabei sein zu können.
Weil ich hauptsächlich individuelle Kundenbegleitung tätige, denn jeder Mensch, jeder Hund, aber auch jedes Mensch-Hund-Team ist ein Individuum, kann auch die Erziehung entsprechend angepasst werden in Zeit und Örtlichkeit. Dies geschieht immer in Alltagssituationen in natürlicher Umgebung, nichts Künstliches.
Seit Kurzem nun lebe ich im Berner Oberland und bin glücklich, in dem wohl schönsten und auch menschlich sympathischsten Teil der Schweiz zu leben. Und ich freue mich, auf weitere Herausforderungen und tolle Bekanntschaften mit Mensch und Tier !